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Begleitung am Lebensende

In Würde Abschied nehmen

Lesedauer: 18 Minuten
Autor: Ella Rohrhirsch
Erstellt: 22.8.2023

1. Organisatorische Vorbereitung für die letzte Lebensphase

Die organisatorische Vorbereitung für die letzte Lebensphase ist von großer Bedeutung, um sicherzustellen, dass die individuellen Wünsche und Bedürfnisse sowohl von Pflegebedürftigen als auch von ihren pflegenden Angehörigen respektiert und erfüllt werden. Diese Phase beinhaltet verschiedene rechtliche, medizinische und finanzielle Aspekte, die im Vorfeld bedacht werden sollten.

1.1 Klärung rechtlicher und organisatorischer Aspekte

Vor allem die Klärung rechtlicher und organisatorischer Fragen kann viele Unsicherheiten und Konflikte vermeiden.

Hierzu gehören:

  • Testament und Erbschaftsfragen: Die Erstellung eines rechtsgültigen Testaments ist wichtig, um den Nachlass zu regeln und möglichen Streitigkeiten unter den Hinterbliebenen vorzubeugen.
  • Rechtsfragen im medizinischen Kontext: Es ist wichtig, zu klären, wer im Falle von Entscheidungsunfähigkeit medizinische Entscheidungen treffen darf. Hierfür können Vorsorgevollmachten oder Betreuungsverfügungen erstellt werden.
  • Verfügungen über medizinische Behandlungen: Pflegebedürftige sollten frühzeitig festlegen, welche medizinischen Maßnahmen sie am Lebensende wünschen oder ablehnen, um unnötiges Leiden zu vermeiden.
  • Finanzielle Vorbereitung: Die finanzielle Situation sollte geklärt sein, um sicherzustellen, dass ausreichend Ressourcen für die gewünschte Pflege und Begleitung vorhanden sind.

1.2 Besprechung von Wünschen und Vorstellungen

Die Besprechung von Wünschen und Vorstellungen für die letzte Lebensphase ist ein zutiefst bedeutsamer Schritt, um sicherzustellen, dass die individuellen Bedürfnisse und Erwartungen des Pflegebedürftigen erfüllt werden. Offene Gespräche ermöglichen es, Ängste zu besprechen, Wünsche zu äußern und eine klare Vorstellung davon zu entwickeln, wie die Begleitung und Pflege in dieser sensiblen Zeit gestaltet werden soll.

Offene Kommunikation

Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Pflegebedürftige und Angehörige in einer Atmosphäre des Verständnisses und der Offenheit miteinander sprechen können. Offene Gespräche ermöglichen es dem Pflegebedürftigen, seine Wünsche, Ängste und Gedanken zu teilen, während die Angehörigen die Möglichkeit haben, ihre Unterstützung anzubieten und zu verdeutlichen, dass sie die Bedürfnisse des Pflegebedürftigen respektieren.

Wünsche und Vorstellungen

Die letzten Lebensphasen können sehr individuell sein, und die Wünsche und Vorstellungen variieren von Person zu Person. Einige Menschen möchten vielleicht in ihren letzten Tagen zuhause sein, während andere eine bestimmte Pflegeeinrichtung bevorzugen. Es kann um medizinische Entscheidungen, wie beispielsweise lebenserhaltende Maßnahmen, gehen oder um die Art der Begleitung und Pflege, die gewünscht wird.

Ängste und Sorgen

Offene Gespräche bieten auch die Möglichkeit, Ängste und Sorgen anzusprechen. Der Pflegebedürftige kann über seine Ängste vor dem Sterben, vor Schmerzen oder vor der Trennung von Angehörigen sprechen. Die Angehörigen wiederum können ihre eigenen Ängste und Unsicherheiten teilen, was zu einer gemeinsamen Verarbeitung und einer stärkeren Verbindung führen kann.

Planung und Vorbereitung

Die Diskussion über Wünsche und Vorstellungen ermöglicht es, eine klare Vorstellung davon zu bekommen, wie die letzte Lebensphase gestaltet werden soll. Dies erleichtert nicht nur die organisatorische Vorbereitung, sondern gibt den Angehörigen auch Sicherheit, dass sie die Bedürfnisse des Pflegebedürftigen bestmöglich erfüllen können.

Insgesamt schafft die Besprechung von Wünschen und Vorstellungen eine Grundlage für eine respektvolle, individuelle und würdevolle Begleitung in der letzten Lebensphase. Offene Kommunikation fördert das Vertrauen zwischen Pflegebedürftigen und Angehörigen und ermöglicht es beiden, sich auf den bevorstehenden Übergang vorzubereiten.

1.3 Bedeutung von Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen

Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen sind Instrumente, um sicherzustellen, dass die individuellen Wünsche und Vorstellungen auch dann respektiert werden, wenn die betroffene Person nicht mehr in der Lage ist, ihre Entscheidungen zu äußern. Eine Vorsorgevollmacht ermöglicht es einer Vertrauensperson, rechtliche und finanzielle Angelegenheiten zu regeln. Die Patientenverfügung legt medizinische Behandlungswünsche fest, wenn die Person nicht mehr selbst entscheidungsfähig ist. Diese Dokumente entlasten die Angehörigen, da sie klare Anweisungen erhalten und nicht im Ungewissen darüber gelassen werden, welche Entscheidungen im Sinne des Pflegebedürftigen wären.

Insgesamt ist die organisatorische Vorbereitung für die letzte Lebensphase ein wichtiger Schritt, um sicherzustellen, dass die Wünsche und Bedürfnisse des Pflegebedürftigen respektiert und umgesetzt werden. Dies schafft eine Basis für eine würdevolle Begleitung und Pflege in dieser sensiblen Phase des Lebens.

2. Pflegeeinrichtung für die letzten Lebensphase

Die Auswahl der richtigen Pflegeeinrichtung für die letzte Lebensphase ist von großer Bedeutung, da sie einen erheblichen Einfluss auf die Qualität der Begleitung und Pflege hat. Die individuellen Bedürfnisse, Wünsche und die medizinische Situation sollten dabei berücksichtigt werden.

2.1 Möglichkeiten der häuslichen Pflege und Betreuung

Viele Menschen wünschen sich, ihre letzte Lebensphase zuhause zu verbringen. Die häusliche Pflege und Betreuung durch professionelle Pflegedienste oder ambulante Hospizdienste ermöglicht es, in vertrauter Umgebung zu bleiben. Angehörige und geschultes Personal können eine liebevolle und auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmte Pflege bieten. Dies kann die Lebensqualität des Pflegebedürftigen erhöhen und gleichzeitig die emotionale Verbundenheit innerhalb der Familie stärken.

2.2 Stationäre Pflegeeinrichtungen und Hospize

Stationäre Pflegeeinrichtungen und Hospize spielen eine entscheidende Rolle in der letzten Lebensphase von Pflegebedürftigen. Diese Einrichtungen sind darauf spezialisiert, eine umfassende Versorgung, Unterstützung und Betreuung anzubieten, wenn die häusliche Pflege nicht mehr ausreicht oder gewünscht wird.

Fachliche Expertise

Stationäre Pflegeeinrichtungen und Hospize verfügen über spezialisiertes Fachpersonal, das auf die Bedürfnisse von Menschen in der letzten Lebensphase geschult ist. Dieses Fachwissen ermöglicht es, eine angemessene medizinische Versorgung, Schmerzlinderung und palliative Betreuung sicherzustellen.

24-Stunden-Betreuung

Eine der großen Vorteile von stationären Einrichtungen ist die kontinuierliche Betreuung rund um die Uhr. Pflegebedürftige erhalten die notwendige Unterstützung, egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit. Dies entlastet auch die Angehörigen, die oft nicht in der Lage sind, rund um die Uhr zu pflegen. Gemeinschaft und soziale Interaktion

Stationäre Einrichtungen bieten die Möglichkeit, sich mit anderen Bewohnern auszutauschen und soziale Kontakte zu pflegen. Dies kann das Wohlbefinden steigern und die Gefühle der Isolation mindern, die in der letzten Lebensphase auftreten können.

Spezialisierte Ausstattung

Hospize und palliative Pflegeeinrichtungen sind oft mit der notwendigen medizinischen Ausstattung ausgestattet, um Schmerzen zu lindern und eine bestmögliche Lebensqualität zu gewährleisten. Dies umfasst neben medizinischer Ausrüstung auch die Verfügbarkeit von spezialisierten Pflegekräften und Therapeuten.

Entlastung der Angehörigen

Die Pflege in der letzten Lebensphase kann physisch und emotional sehr anspruchsvoll sein. Stationäre Einrichtungen bieten den Angehörigen die Möglichkeit, sich zu erholen und auf ihre eigenen Bedürfnisse einzugehen, während sie gleichzeitig sicherstellen, dass der Pflegebedürftige die notwendige Unterstützung erhält.

Die Auswahl einer stationären Pflegeeinrichtung oder eines Hospizes erfordert sorgfältige Überlegung und Abwägung der individuellen Bedürfnisse und Wünsche. Die richtige Einrichtung kann dazu beitragen, dass die letzte Lebensphase des Pflegebedürftigen so komfortabel, schmerzfrei und würdevoll wie möglich verläuft.

2.3 Kriterien zur Auswahl einer geeigneten Hospizeinrichtung

Die Auswahl eines Hospizes erfordert eine sorgfältige Überlegung, um sicherzustellen, dass die individuellen Bedürfnisse des Pflegebedürftigen erfüllt werden.

Einige wichtige Kriterien sind:

  • Qualität der Pflege: Die medizinische Versorgung und die palliative Betreuung sollten auf hohem Niveau sein, um dem Patienten ein würdevolles und schmerzfreies Lebensende zu ermöglichen.
  • Psychosoziale Unterstützung: Hospize sollten auch psychosoziale Unterstützung für den Pflegebedürftigen und seine Angehörigen anbieten, um mit den emotionalen Herausforderungen umzugehen.
  • Atmosphäre: Eine angenehme und ruhige Atmosphäre ist wichtig, um eine entspannte Umgebung zu schaffen, in der sich der Pflegebedürftige wohlfühlt.
  • Lage: Die Lage des Hospizes kann eine Rolle spielen, da einige Menschen den Wunsch haben, ihre letzten Tage in einer vertrauten Umgebung zu verbringen.
  • Spezialisierte Betreuung: Je nach den individuellen Bedürfnissen des Pflegebedürftigen können spezialisierte Hospizeinrichtungen für bestimmte Krankheitsbilder in Betracht gezogen werden.

Insgesamt ist die Wahl der richtigen Pflegeeinrichtung für die letzte Lebensphase eine wichtige Entscheidung, die gut durchdacht sein sollte. Sie sollte den Wünschen und Bedürfnissen des Pflegebedürftigen gerecht werden und eine qualitativ hochwertige Pflege und Begleitung sicherstellen.

3. Umgang mit dem Sterben

Der Umgang mit dem Sterben ist eine zutiefst emotionale und herausfordernde Phase für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen. Es erfordert Sensibilität, Einfühlungsvermögen und eine angemessene Unterstützung, um die bestmögliche Begleitung und Pflege zu gewährleisten.

3.1 Unterstützung und Beistand für Sterbende

Die Unterstützung und der Beistand für Sterbende sind von entscheidender Bedeutung, um eine friedliche und würdevolle Umgebung zu schaffen. Angehörige sollten einfühlsam sein, auf die Bedürfnisse des Pflegebedürftigen eingehen und sich bemühen, eine vertraute und beruhigende Atmosphäre zu schaffen. Körperliche Nähe, das Halten von Händen oder sanfte Berührungen können Trost spenden und Sicherheit vermitteln.

3.2 Begleitung durch Hospizdienste und Palliativteams

Hospizdienste und Palliativteams sind Experten in der Begleitung von Menschen in der letzten Lebensphase. Sie bieten medizinische Versorgung, Schmerzlinderung und emotionalen Beistand. Diese professionellen Helfer können dazu beitragen, dass der Pflegebedürftige ohne unnötiges Leiden die letzten Tage verbringen kann. Die Angehörigen profitieren ebenfalls von der Unterstützung, da sie in dieser schwierigen Zeit entlastet werden.

3.3 Spirituelle und psychologische Aspekte am Lebensende

Der Umgang mit dem Sterben beinhaltet oft auch spirituelle und psychologische Aspekte. Ein Seelsorger kann religiöse oder spirituelle Begleitung bieten und helfen, existenzielle Fragen zu klären. Psychologen können sowohl dem Pflegebedürftigen als auch den Angehörigen dabei helfen, mit Ängsten, Trauer und anderen emotionalen Herausforderungen umzugehen.

Die letzte Lebensphase ist eine Zeit der Reflexion, in der sowohl Pflegebedürftige als auch ihre Angehörigen die Möglichkeit haben, Erinnerungen zu teilen, Frieden zu finden und sich auf den Übergang vorzubereiten. Eine einfühlsame Begleitung, sei es durch professionelle Dienste oder die Angehörigen selbst, kann dazu beitragen, dass dieser Prozess auf eine respektvolle und unterstützende Weise stattfindet.

4. Kommunikation in der letzten Lebensphase

Die Kommunikation in der letzten Lebensphase spielt eine entscheidende Rolle für das Wohlbefinden von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen. Einfühlsame Gespräche ermöglichen es, Wünsche, Ängste und Gedanken auszudrücken und schaffen eine Atmosphäre des Verständnisses und der Nähe.

4.1 Einfühlsame Gesprächsführung mit dem Sterbenden

Die Gesprächsführung mit dem Sterbenden erfordert Sensibilität und Empathie. Angehörige sollten darauf achten, ihre eigenen Emotionen im Zaum zu halten, um Raum für die Gefühle des Pflegebedürftigen zu schaffen. Offene Fragen, die Möglichkeit zum Zuhören und das Zeigen von Interesse sind wichtige Elemente, um eine tiefe Verbindung herzustellen. Es kann auch hilfreich sein, über schöne Erinnerungen, gemeinsame Erlebnisse und Dinge zu sprechen, die dem Pflegebedürftigen Freude bereiten.

4.2 Kommunikation zwischen Angehörigen

Die Kommunikation zwischen den Angehörigen ist ebenfalls von großer Bedeutung. Offener Austausch über Erwartungen, Sorgen und Entscheidungen hilft dabei, eine gemeinsame Basis für die Begleitung des Pflegebedürftigen zu schaffen. Es ist wichtig, dass alle Beteiligten wissen, welche Rolle sie spielen und wie sie den Pflegebedürftigen bestmöglich unterstützen können. Gemeinsame Gespräche können dazu beitragen, Missverständnisse zu vermeiden und eine kooperative Atmosphäre aufrechtzuerhalten.

Die Kommunikation kann auch nonverbal erfolgen, indem man Zeit zusammen verbringt, ruhige Momente teilt oder einfach nur da ist, um dem Pflegebedürftigen Sicherheit zu geben. Das Gefühl, verstanden und respektiert zu werden, ist in dieser sensiblen Phase von unschätzbarem Wert.

Insgesamt schafft eine einfühlsame und offene Kommunikation eine Atmosphäre des Vertrauens und der Nähe, die für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen gleichermaßen unterstützend und tröstlich ist.

5. Abschied nehmen und Trauerbewältigung

Der Abschied in der letzten Lebensphase markiert einen bedeutenden Übergang für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen. Die Trauerbewältigung ist ein natürlicher Prozess, der Zeit, Unterstützung und Rituale erfordert, um den Verlust zu verarbeiten.

5.1 Möglichkeiten und Rituale zum Abschiednehmen

Der Abschied in der letzten Lebensphase markiert einen bedeutsamen Übergang, der sowohl für den Pflegebedürftigen als auch für die Angehörigen von großer emotionaler Bedeutung ist. Rituale und Möglichkeiten zum Abschiednehmen spielen eine wichtige Rolle, um diesen Prozess zu unterstützen und den Übergang zu erleichtern.

  • Abschiedsrituale: Abschiedsrituale sind symbolische Handlungen, die den Übergang vom Leben zum Tod markieren. Sie können helfen, die Realität des Abschieds zu akzeptieren und emotionale Bindungen zu ehren. Solche Rituale können individuell gestaltet werden und können das Vorlesen von Briefen, das Anzünden von Kerzen, das Spielen von Lieblingsmusik oder das Erstellen von Erinnerungsstücken umfassen.
  • Erinnerungsarbeit: Das Schaffen von Erinnerungsstücken, wie Fotoalben oder Tagebüchern, ermöglicht es, gemeinsame Erlebnisse und Erinnerungen lebendig zu halten. Dies kann sowohl für den Pflegebedürftigen als auch für die Angehörigen eine Möglichkeit sein, die Zeit miteinander zu würdigen und zu feiern.
  • Gemeinsame Zeit: Zeit miteinander zu verbringen, sei es in Gesprächen, beim Vorlesen von Geschichten oder einfach nur im gemeinsamen Schweigen, kann eine sehr bedeutungsvolle Art sein, sich zu verabschieden. Dies ermöglicht es, Erinnerungen zu teilen und den Pflegebedürftigen wissen zu lassen, dass er geliebt wird.
  • Wünsche des Pflegebedürftigen: Es ist wichtig, die Wünsche des Pflegebedürftigen zu respektieren und seine Präferenzen bei Abschiedsritualen zu berücksichtigen. Einige Menschen wünschen sich vielleicht eine intime und ruhige Verabschiedung, während andere es vorziehen könnten, eine Feier zu veranstalten, um das Leben zu feiern.
  • Professionelle Unterstützung: Trauerbegleiter, Seelsorger oder Therapeuten können Angehörigen dabei helfen, angemessene Abschiedsrituale zu gestalten und den Prozess des Abschiednehmens zu begleiten. Sie können bei der Auswahl von Riten und Aktivitäten unterstützen, die den individuellen Bedürfnissen und Überzeugungen entsprechen.

Abschiedsrituale bieten die Möglichkeit, Emotionen auszudrücken, Erinnerungen zu bewahren und den Abschied in einer Art und Weise zu gestalten, die Bedeutung und Trost bringt. Sie können eine wichtige Rolle dabei spielen, die Beziehung zwischen dem Pflegebedürftigen und seinen Angehörigen auf eine liebevolle und respektvolle Weise zu beenden.

5.2 Unterstützung bei der Trauerbewältigung

Die Zeit nach dem Verlust eines geliebten Menschen ist geprägt von Trauer und Schmerz. Die Unterstützung bei der Trauerbewältigung ist essentiell, um den Prozess der Verarbeitung zu erleichtern und den Trauernden dabei zu helfen, mit ihrem Verlust umzugehen.

  • Trauerreaktionen: Trauer äußert sich individuell und kann sich in verschiedenen Emotionen wie Wut, Verleugnung, Traurigkeit, Schuldgefühlen und sogar Erleichterung manifestieren. Es ist wichtig zu akzeptieren, dass diese Gefühle Teil des natürlichen Trauerprozesses sind.
  • Professionelle Hilfe: Oft kann es hilfreich sein, professionelle Unterstützung von Trauerbegleitern, Therapeuten oder Psychologen in Anspruch zu nehmen. Diese Fachkräfte sind darauf spezialisiert, Trauernde dabei zu unterstützen, ihre Emotionen zu verstehen und bewältigen zu können.
  • Trauergruppen: Trauergruppen bieten die Möglichkeit, sich mit anderen Menschen auszutauschen, die ähnliche Verluste erlebt haben. In solchen Gruppen können Trauernde ihre Gefühle teilen, sich gegenseitig unterstützen und von den Erfahrungen anderer lernen.
  • Individuelle Rituale: Individuelle Rituale können helfen, den Verlust zu verarbeiten. Dies kann das Gestalten eines Erinnerungsortes, das Schreiben von Briefen an den Verstorbenen oder das Feiern von Jahrestagen sein. Solche Rituale geben den Trauernden die Möglichkeit, sich mit dem Verlust auseinanderzusetzen und ihre Erinnerungen zu bewahren.
  • Selbstfürsorge: Während der Trauerbewältigung ist es wichtig, auf sich selbst zu achten. Genügend Schlaf, eine ausgewogene Ernährung, Bewegung und das Treffen von Freunden oder Familie können dazu beitragen, die seelische und körperliche Gesundheit aufrechtzuerhalten.
  • Geduld: Die Trauerbewältigung ist ein individueller Prozess, der Zeit benötigt. Es ist wichtig, sich selbst Zeit zu geben und die eigenen Gefühle anzunehmen, ohne sich unter Druck zu setzen, "über" die Trauer hinwegzukommen.

Die Unterstützung bei der Trauerbewältigung ist von großer Bedeutung, um den Prozess des Abschiednehmens und der Verarbeitung gesund zu durchlaufen. Durch professionelle Hilfe, den Austausch mit anderen Trauernden und individuelle Rituale können die Trauernden lernen, mit ihrem Verlust zu leben und ihre Erinnerungen auf eine gesunde und respektvolle Weise zu bewahren.

6. Fazit

Die Begleitung in der letzten Lebensphase ist eine Aufgabe, die Einfühlungsvermögen, Organisation und offene Kommunikation erfordert. Sowohl für Pflegebedürftige als auch für pflegende Angehörige ist es entscheidend, eine Umgebung des Respekts, der Liebe und der Würde zu schaffen. Professionelle Unterstützung durch Hospize, Palliativteams und psychosoziale Dienste kann dabei eine wichtige Rolle spielen. Der Abschiedsprozess und die Trauerbewältigung sind individuell, aber mit Unterstützung und einem einfühlsamen Umfeld können sie bewältigt werden.

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