Das Wichtigste in Kürze: Das musst du über Pflegehilfsmittel wissen!

  • Pflegehilfsmittel – nicht zu verwechseln mit den Hlifsmitteln – werden zur Erleichterung der häuslichen Pflege eingesetzt.
  • Alle Pflegebedürftige mit anerkanntem Pflegegrad haben Anspruch auf die Pflegehilfsmittel.
  • Die Pflegekassen unterstützen Pflegebedürftige im Hinblick auf die Pflegehilfsmittel sowohl finanziell als auch mit Leihgaben.

1. Was versteht man unter Pflegehilfsmitteln?

Pflegehilfsmittel sind dazu gedacht, die von einem:r Angehörige:n und/oder einem ambulanten Pflegedienst geleistete häusliche Pflege zu erleichtern. Etwa, weil es in der Pflege besonderer Hygieneprodukte und einer Anpassung des Mobiliars bedarf. Bei einem anerkannten Pflegegrad werden die Pflegehilfsmittel natürlich von den Pflegekassen bezuschusst – mit einer Pauschale von 40 Euro im Monat.

Übrigens: Die Pflegehilfsmittel werden gerne mit den sogenannten Hilfsmitteln verwechselt. Hier also ein Überblick: Mit Hilfsmitteln sind Produkte gemeint, die eine körperliche Einschränkung ausgleichen sollen – zum Beispiel eine Brille oder ein Hörgerät. Die Kosten dafür werden von der Krankenkasse übernommen. Pflegehilfsmittel sind hingegen für die häusliche Pflege gedacht und umfassen sowohl Möbel wie ein Pflegebett als auch Hygieneprodukte wie Einlagen. Hier kommt die finanzielle Unterstützung nicht von der Krankenkasse, sondern von der Pflegekasse.

2. Wann haben Pflegebedürftige Anspruch auf Pflegehilfsmittel?

Laut Sozialgesetzbuch sind die Pflegehilfsmittel zur Verbesserung der häuslichen Pflege gedacht. Darin wird der Anspruch wie folgt definiert:

Pflegebedürftige haben Anspruch auf Versorgung mit Pflegehilfsmitteln, die zur Erleichterung der Pflege oder zur Linderung der Beschwerden des Pflegebedürftigen beitragen oder ihm eine selbständigere Lebensführung ermöglichen. Die Aufwendungen der Pflegekassen für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel dürfen monatlich den Betrag von 60 Euro nicht übersteigen. Die Leistung kann auch in Form einer Kostenerstattung erbracht werden.

Für die Beantragung von Pflegehilfsmitteln ist es lediglich notwendig, einen anerkannten Pflegegrad zu besitzen, zu Hause, in einer Wohngruppe oder einem betreuten Wohnen zu leben und von Angehörigen oder FreundInnen gepflegt zu werden. Während größere Pflegehilfsmittel – wie zum Beispiel ein Bett – leihweise von den Pflegekassen gestellt werden, bezuschussen sie Hygieneprodukte mit bis zu 60 Euro pro Monat. Allerdings müssen ab dem 18. Lebensjahr zehn Prozent der Kosten (aber maximal 25 Euro pro Pflegehilfsmittel) von dem:der Pflegebedürftigen selbst übernommen werden.


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3. Welche Pflegehilfsmittel kann man bei einem anerkannten Pflegegrad beantragen?

Man unterscheidet zwischen verschiedenen Arten von Pflegehilfsmitteln, die für die häusliche Pflege infrage kommen. Während die Pauschale von monatlichen 40 Euro zum Beispiel für Hygieneprodukte gedacht ist, ist es ebenso möglich, davon technische Pflegehilfsmittel wie Betten für den Zeitraum der Pflege auszuleihen.

Technische Pflegehilfsmittel zur Erleichterung der Pflege

Bei den technischen Pflegehilfsmitteln handelt es sich um das Mobiliar, das die häusliche Pflege vereinfachen soll. Sie müssen von den Pflegebedürftigen allerdings nicht gekauft werden, sondern können von der Pflegekasse geliehen werden. Zu den technischen Pflegehilfsmitteln zählen:

  • Pflegebetten
  • Tische für das Pflegebett
  • Zubehör für das Pflegebett
  • Pflegeliegestühle
  • Pflegebettzurichtungen

Pflegehilfsmittel für die Selbstständigkeit

Die Pflege ist zur Unterstützung eines selbstständigen Lebens gedacht – daher sollen auch die Pflegehilfsmittel auf genau dieses Ziel einzahlen. Pflegebedürftige können sich in diesem Rahmen also ein Notrufsystem (hier erfährst du mehr über den Hausnotruf) für ihr Zuhause anschaffen – und das bei den Pflegekassen über das Budget der Pflegehilfsmittel abrechnen.

Pflegehilfsmittel zum Komfort

Lagerungsrollen können Schmerzen oder Beschwerden von Pflegebedürftigen lindern und zählen deshalb ebenfalls zu notwendigen Pflegehilfsmitteln – etwa, um die Liegeposition im Bett zu verbessern oder bestimmte Körperpartien zu entlasten. Sie werden über die 40-Euro-Pauschale abgerechnet.

Pflegehilfsmittel für die Hygiene

In Hinblick auf die Körperpflege und Hygiene können entsprechende Pflegehilfsmittel sowohl geliehen als auch über die Pauschale abgerechnet werden – sie sollen es Pflegenden erleichtern, den Hygienestandard des:der Pflegebedürftigen aufrechtzuerhalten und ihn:sie zu waschen. Zu den Pflegehilfsmitteln für die Körperpflege zählen:

  • Duschwagen
  • Waschsysteme
  • Bettschutzeinlagen
  • Urinflaschen
  • Bettpfannen

Pflegehilfsmittel zum Verbrauch

Neben den bereits genannten Pflegehilfsmitteln gibt es außerdem die Pflegehilfsmittel zum Verbrauch – also Hygieneprodukte, Schutzbekleidung für die Pflegenden oder Desinfektion. Um die optimale Pflege zu gewährleisten, sollen diese Pflegehilfsmittel selbstverständlich nur einmal verwendet werden. Da ergibt es nur Sinn, dass die Pflegekassen Pflegebedürftige und Angehörige zur regelmäßigen Anschaffung entsprechend finanziell unterstützen. Die Pflegehilfsmittel zum Verbrauch werden also nicht über die 40-Euro-Pauschale abgerechnet, sondern separat von den Pflegekassen gestellt. Dafür beantragen Pflegebedürftige die Kostenübernahme bei ihrer Pflegekasse. Zu den Pflegehilfsmitteln zum Verbrauch zählen:

  • Schutzbekleidung
  • Einweghandschuhe
  • Mundschutz
  • Desinfektion (sowohl für die Hände als auch für Flächen)
  • Bettschutzeinlagen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Pflegehilfsmittel zum Verbrauch zu erhalten: Zum einen findet man sie in Apotheken, Sanitätshäusern oder Drogerien, zum anderen kann man sie aber auch im Internet auf die eigenen Bedürfnisse zuschneiden und bestellen. Letzteres kann den Kauf unter Umständen erleichtern: Bei den Online-Dienstleistern für Pflegehilfsmittel muss man die Produkte nämlich nicht selbst einkaufen und im Anschluss mit den Pflegekassen abrechnen, sondern erleichtert sich den Prozess über entsprechende Webseiten. Sie haben mittlerweile komfortable Abo-Modelle, rechnen direkt mit der Pflegekasse ab und schicken das Pflegepaket in regelmäßigen Abständen nach Hause.

Übrigens: Nach dem Erstantrag auf Pflege (in diesem Artikel erklären wir dir alles, was du wissen musst) kommt ein:e Gutachter:in zur Einschätzung des Pflegegrades vorbei und gibt auch schon Empfehlungen, welche Pflegehilfsmittel beantragt werden können/sollen. So bekommen Pflegebedürftige und Angehörige zu Beginn einen ersten Eindruck, wie die häusliche Pflege erleichtert werden kann.

4. Wie beantragt man die Pflegehilfsmittel in der häuslichen Pflege?

Auch wenn mit einer Pflegebedürftigkeit ein Anspruch auf Pflegehilfsmittel besteht, müssen diese natürlich bei der Pflegekasse beantragt werden. Dafür können sich Pflegebedürftige entweder mit ihrer Pflegekasse in Verbindung setzen und das entsprechende Formular fordern. Oder: Man bestellt sein Pflegepaket (online) hier über unseren digitalen Service. Zusammen mit unserem Partner Pflegebox garantieren wir eine schnelle Abwicklung und übernehmen den Antragsprozess.

Übrigens: Pflegebedürftige sollten unbedingt darauf achten, für welchen Zeitraum die Pflegekasse den Anspruch auf Pflegehilfsmittel genehmigt hat – während er bei manchen nämlich unbegrenzt ist, wird er bei anderen auf ein Jahr festgelegt.


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